HISTORIE - ZUCHTGESCHICHTE DER BRAHMAN RINDER


Brahman – Rinder

"Das heilige Rind Indiens"
 
Um  die Kultur und Tradition Indiens zu bewahren wurde der Name –BRAHMAN- aus der Religion übernommen. Die Hindus meinen mit Brahman den
                          
"Höchsten Gott ihrer Schöpfung"

Brahman-Rinder sind Vertreter der großen Zebus (Bos  indicus) und wurden ab 1900 im Süden der USA gezüchtet, und gelten damit als eine rein amerikanische Rasse. Die Basis für diese Rasse bildeten alte indische Zebulinien wie das Gir (Milch), das Guzerat (Rahmen und Fleisch) und das Nelore (Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Fleisch).

Erst ab den dreißiger Jahren wurden die ersten Tiere nach Australien exportiert und in den fünfziger Jahren nach Südafrika. 

Brahmans sind heute, bedingt durch ihre  Härte, ihre Insektenresistenz und ihre enorm hohe Anpassungsfähigkeit an extreme Hitzetemperaturen, auf allen tropischen und subtropischen Teilen der Welt verbreitet.

Das Brahman ist ein großrahmiges und gut bemuskeltes Rind, mit einem tiefem und breitem Rumpf, kräftigen Fundamenten  und schwarzen harten Klauen. Typisch ist vor allem der Nackenbuckel, der lange Kopf mit den tiefangesetzten Hängeohren, der lang herabhängenden Wamme und der ausgeprägten Vorhaut.

Sie besitzen ein dichtes kurzes Fell, welches in grauen und auch roten Farbschlägen gezüchtet wird. Die Tiere gelten als sehr intelligent, temperamentvoll, bei gutem Umgang mit ihnen aber ruhig und treu und, Brahmans vergessen nie.

Kühe gelten als sehr gute Mütter bei einer guten Milchleistung und einem sehr ausgeprägtem Mutterinstinkt, welcher nicht unterschätzt werden sollte. In Afrika nehmen es Brahmanmütter locker mit Geparden auf. Weiterhin sind sie sehr gute Läufer, in manchen Teilen der Welt müssen sie 5-6 km am Tag zu einer Wasserstelle laufen. 

Abkalbungsprobleme gibt es keine, da die Kälber sehr klein und zierlich geboren werden.
Bei der Fütterung sind sie genügsam und anspruchslos und eignen sich dadurch für eine extensive Haltung, sind aber auch bei einer intensiven Fütterung zu enormen Gewichtszunahmen fähig.

Als absolut besonders ist Ihre enorme Hybridationskraft anzusehen, das heißt sie verbessern jede Rasse mit der man sie kreuzt, das Kreuzungstier wird immer zu 100% besser sein wie jedes Elterntier für sich genommen. Es ist heute keine andere Rasse bekannt, welche eine größere Hybridationskraft besitzt.

Dieses Merkmal führte dazu, dass Brahmans als Basis für eine ganze Reihe sogenannter Hybridrassen dienten, die es heute auf der ganzen Welt gibt, zum Beispiel:


  • Simbrah (Simmental-Brahman)
  • Brangus (Angus-Brahman)
  • Braford (Hereford-Brahman)
  • Charbray (Charolais-Brahman)
  • Brahmousin (Limousin-Brahman)
  • Santa Gertrudis (Shorthorn-Brahman)
  • Beefmaster (Shorthorn-Hereford-Brahman)
  • Girolando (Holstein-Brahman)
  • Simbravieh (Simmental-Braunvieh-Brahman)

       
Girolando (Brahman x Holstein)


Aus diesem Grund führen die meisten Rinder, welche in Afrika, Australien, Nord -und Südamerika für die Fleischproduktion gehalten werden, in ihren Linien Brahmanblut.
Brahmanfleisch gilt als festes, leicht marmoriertes Fleisch, ohne gebündelte Fettanteile und daher arm an Cholesterin und gesättigten Fetten.

Auf dem amerikanischem Kontinent findet es deshalb oft in den Kochküchen der Krankenhäuser seine Anwendung.


Gir
Nelore


Guzerat-Bulle beim Absamen

Guzerat